MrPille2

6 Gedanken zu „MrPille2

  • 16/05/2016 um 21:26
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    Klasse Artikel! Solche Geschichten klingen abenteuerlich, kommen in der Apotheke fast täglich vor.

  • 13/04/2016 um 16:33
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    Ok, hier die Infos, die mit Rücksichtnahme auf die Kompliziertheit der Materie ausgeblendet wurden:
    Also die Apotheke erhält, egal wir teuer oder preiswert das Arzneimittel ist, das verordnet wurde, formal, also auf dem Papier, einen Aufschlag von 3% auf den Einkaufswert, den das Medikament beim Pharmagroßhändler oder im Direkteinkauf beim Hersteller kostet, und 8,35 €. Aber eben nur auf dem Papier.

    De fakto ist es weniger, weil
    – die Krankenkasse mit Erlaubnis des Gesetzgebers (SGB V) permanent die Hand aufhalten darf. Das heißt, von dem Apothekenhonorar von 8,35 € je Packung geht ein Krankenkassenalimentierungsrabatt von stolzen 1,77 Euro je Packung herunter. Prozentual sind das stolze 21,2 %, die die Krankenkasse – jetzt sogar gesetzlich fixiert – da für nichts einsackt.

    Ca. 70-80% der in der Apotheke abgegebenen Packungen befinden sich im Preiskorridor bis 100.- Euro. Das heißt, alleine der Krankenkassenrabatt sorgt für eine massive Absenkung des Apothekenhonorars.
    – Auch der 3% Aufschlag auf den Apothekeneinkauf steht nur auf dem Papier. Einen großen Teil davon holt sich die Bank für die Bereitstellung von Geldern für die Vorfinanzierung der zum Teil extrem hohen Medikationskosten.

    Glücklicherweise haben wir aktuell eine extreme Niedrigzinsphase. Trotzdem betragen die Dispokreditzinsen immer noch ein paar Prozent und wenn das Apothekenkonto ins Minus rutschen sollte, dann können das auch zweistellige Prozentsätze werden, die dann plötzlich zu zahlen sind. Während die Apotheken ihre Rechnungen mit zum Teil sehr engen Zahlungszielen begleichen müssen, haben die Krankenkassen noch bessere Zahlungsmodalitäten.

    Krankenkassen gehen sogar noch einen Schritt weiter.
    Ist bei der Verordnung per Rezept auch nur ein minimaler Fehler aufgetreten, selbst wenn er die ordnungsgemäße Versorgung des Patienten in keinster Weise tangiert, dann sieht sich die Krankenkasse im Recht, nicht einen müden Cent für die ordnungsgemäße Versorgung zu bezahlen. Auch dieses ist gesetzlich geregelt und wird von den Krankenkassen zu deren Gunsten exzessiv missbraucht.

    Gerade bei Verordnungen jenseits der 1.000.- Euro-Grenze besteht deshalb für Apotheken ein ausgesprochenes Risiko, für die ordnungsgemäße Versorgung überhaupt kein Geld zu sehen, im Gegenteil durch den Verlust des Warenwertes erfolgt eine „Bestrafung“ unter aberwitzigen Bedingungen, die mittlerweile Ausmaße angenommen hat, dass sich der Bundestag damit beschäftigen muss.

    Im Zuge dieser Beschäftigung kommt nun die jüngste Attacke von den führenden Parteien selbst, die eine Kappung des 3%igen Aufschlags bei teuren Arzneimitteln diskutieren.

  • 07/04/2016 um 08:44
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    Also ich finde es sollte noch Karten geben wie „Der Arzt bedankt sich für den Hinweis auf eine schwere Interaktion. Du bekommst hundert Gummipunkte.“ Und wenn ich 10.000 Gummipunkte habe, applaudieren mir alle Mitspieler. Oder eine Karte: „nach drei Telefonaten mit der Praxis und dem Hersteller erkennt Der Kunde, dass die Praxis einen Fehler gemacht hat und kauft eine Tüte Gummibärchen um die MFA für den Schreck zu entschädigen. Du bekommst zehn Gummipunkte“
    „Im Notdienst rufen nur fünf Leute mitten in der Nacht, an um zu fragen ob Du Notdienst hast, gönne Dir eine Tasse Kaffee extra.“

  • 30/03/2016 um 18:32
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    Und besonders dramatisch wird’s dann, wenn teure Krebsmedikamente so zu wirkungslosen Placebos ohne oder mit zu wenig Wirkstoff werden.
    Wollen wir das? Dass die Chemotherapie nicht wirkt, weil die italienische Mafia den Arzneimittelmarkt endeckt hat und über unsere von der Politik erzwungene Importqote wirkungslose Dummies ins System einspeist?
    Zu viel Krimis geschaut?
    Leider nein! Traurige Realität in Deutschland.
    Geiz ist geill!!!
    Aber leider auch lebensgefährlich.

  • 06/03/2016 um 16:07
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    Sehr schönes Beispiel. Da diese Plattform ja dafür gedacht ist, das zu bringen, was wir in der Lokal- und übergeordneten Presse vermissen, brauchen wir noch mehr solche Beispiele. Vielleicht laasen Sie sich zu richtigen keinen Geschichten aufarbeiten, wie das auch Pharmama macht.Siehe http://pharmama.ch/

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