Was heißt hier Durchschnitt?

Ok, ich kann Sie nur warnen: Gleich wird der Alltag mal wieder so kompliziert, dass ihn auch viele Politiker nicht verstehen! Ob das jetzt was Besonderes ist, müssen Sie selber beurteilen, aber ich will mal versuchen, die Frage „Was verdient denn so ein Durchschnitts-Apothekenleiter?“ zu beantworten.

Bevor Sie weiterlesen, können Sie ja mal schätzen. Also: Glauben Sie, dass es …

a) ca. 200 000 Euro sind? (Diesen Eindruck haben einige Ärzte oder Zuschauer einschlägiger Fernseh-Doku-Formate der Variante „Undercover“)

b) ca. 125 000 Euro sind? (Diesen Eindruck hat beispielsweise die SPD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg. Und sicher viele andere Menschen, die „offizielle“ Zahlen einfach so lesen, auch.)

c) etwa so viel Verdienst wie bei einem angestellten Apotheker ist? (Wie eher pessimistisch veranlagte Gemüter denken.)

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Apothekensterben

Klar, der Begriff klingt ziemlich dramatisch, vor allem, wenn man in einer Gegend wohnt, wo man gefühlt an jeder Ecke eine Apotheke findet. Aber dennoch schließen seit 2008 Jahr für Jahr mehr Apotheken, also anderswo wieder eröffnet werden. Die meisten von ihnen „sterben“ leise. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig. Von Überschuldung, mangelnder Frequenz, fehlendem Nachfolger, zu hohen bürokratischen Auflagen (Barrierefreiheit auch bei alten Gebäuden) und unsicheren Rahmenbedingungen mit seit Jahren ausbleibender Honoraranpassung bis hin zu massiv zunehmender Gängelei und Bevormundung durch immer neue, zutiefst formalistische Auflagen, von denen wir viele auch hier auf der Homepage sammeln und anprangern.

Und so haben auch im letzten Jahr (2015) nach offiziellen Zahlen der Standesvertetung ABDA 364 Apotheken ihre Türen für immer geschlossen. Vielleicht kennen auch Sie eine Apotheke in Ihrer Nähe, die dazu gehört hat? Schreiben Sie uns.

Bericht z.B. in der SHZ: Hier geht`s zum Beitrag.

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