Scheiß drauf! – Windelpauschalen

Windelersatz der Knappschaft
Windelersatz der Knappschaft mit Happy End?

Sorry, der Artikel ist nichts für zartbesaitete Gemüter, aber das liegt nicht an mir, sondern an den Windelpauschalen! Das ist der Preis, zu dem eine kranke Kasse, schon wieder sorry: Krankenkasse, die Leistungserbringer zwingt, eine Leistung zu erbringen. Dabei wird frei nach dem Motto „Ex oder hopp!“ verhandelt, d.h. wer nicht bereit ist, eine Leistung zu Dumping-Preisen zu erbringen, fliegt raus. Oder muss krumme Sachen machen oder vertragswidrige Qualität liefern. Und das will ja keiner.

Auch der Patientenbeauftragte der Bundesregierung nicht, weshalb er jetzt nicht die Krankenkassen zwingt, solche Ausschreibungen zu beenden, sondern die Qualitätskriterien erhöht. Logik ist etwas anderes …

Bevor Sie weiterlesen, dürfen Sie bei unserer kleinen Schätzung mitmachen:

Was ist eine Krankenkasse bereit, für die Versorgung Erwachsener, die pro Tag drei Windeln benötigen (3 x 30=90 Stück) zu zahlen, wenn diese auch noch nach Hause geliefert werden? Sind es:

  • a) 45 €
  • b) 90 €
  • c) 150 € oder
  • d) weniger als 20 €?

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Re-Präqulifizierung

Nach der Vorhölle kommt ja die eigentliche Hölle. So glauben es zumindest die Katholiken.

Bei Apothekers kommt nach der Präqualifizierung, die Kerstin Kemmritz schon beschrieben hat, nach fünf Jahren die Re-Präqualifizierung.

Und jetzt glauben Sie bitte nicht, dass man einfach sagen kann: „Hallo, ich bin vor fünf Jahren präqualifiziert worden, es hat sich nichts geändert, ich möchte bitte alle Bereiche weiter versorgen“. Nein, so geht das nicht. Denn wir befinden uns in Deutschland und da muss alles seinen ordnungsgemäßen Gang gehen! Weiterlesen

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Windelweich?

Jeder, der Kleinkinder hat oder hatte, kennt die Zeiten, in denen die Windeleimer überquellen. Nicht gerade lecker, aber man weiß, es wird besser. Nicht so, wenn sich manches im Alter wiederholt, nur dass es bei den Windeln für Senioren nicht die Eimer, sondern die Windeln selber sind. Weil die Anzahl nicht ausreicht, sie oft genug zu wechseln. Und weil die Qualität, die für die Dumpingpreise geboten werden kann, unter aller Kanone ist. Oder schlicht und einfach: Besch…en! Und zwar ziemlich schnell… Weiterlesen

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Prä-QUAL-ifizierung

Eigentlich ist die Idee, alle zugelassenen Leistungserbringer für bestimmte Hilfsmittel in einer zentralen Stelle zu sammeln, ja nicht verkehrt. In einem Land, wo noch nicht einmal die Straftäter zentral erfasst werden, ja bereits geradezu revolutionär! Aber wie so oft, schießen wir Deutschen (nein, nicht nur die Preussen!) ordentlich über das Ziel hinaus, denn Präqualifizierung heißt an vielen Stellen unnötige, überbordende doppelte Bürokratie und entsprechenden Aufwand (Zeit und Geld) bei den Leistungserbringern. Weiterlesen

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HiMi-Bürokratie, die ins Auge geht.

Die junge Mutter steht mit einer Hilfsmittelverordnung vor mir in der Apotheke. Ihre Tochter schielt und soll dagegen eine Packung Okklusionspflaster bekommen, mit denen das Auge blickdicht abgedeckt wird, um den Augenmuskel zu entspannen. Eigentlich kein Problem, denn der Arzt hat Größe und Anzahl der Pflaster genau aufgeschrieben. Auch bei der Auswahl der diversen angebotenen „Verzierungen“ und Muster kenne ich mich aus: Auf keinen Fall nur „Prinzessin Lillifee“ nehmen, könnte ich der jungen Mutter raten, die wird irgendwann doch zu rosa. Vielleicht lieber „Elsa und Co“ oder doch etwas mehr „Monster High“ für die rebellische Phase?

Aber all das kommt gar nicht zum Tragen, denn stattdessen denke ich: „Oh Gott, ein Hilfsmittel! Das darf ich doch gar nicht beliefern? Ich bin doch nur Apothekerin!“ Wie? „Nur“ Apothekerin? Weiterlesen

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