Ohne ApothekeR fehlt mir was? – Die „schönsten“ Vorurteile

redsheep / pixelio.de
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Ohne ApothekeR fehlt mir was?

Was denn? Wieso denn? Ich bestelle im Internet, da ist alles billiger!

Ooch…. Da gibt es so Einiges, was die Apotheken vor Ort tun. Und immer geht es dabei um Ihre Gesundheit! Und weil wir seit Jahrzehnten so leise und unaufgeregt, aber mit Herzblut und Fachwissen für Sie arbeiten, scheint das selbstverständlich und manches Vorurteil macht sich breit.

1. Schachteln raussuchen kann auch ein Automat, eine Abgabestelle oder das geht per Internet – aber sicher viel billiger!

Nein – denn hier geht es „ums Eingemachte“, nämlich um nichts Geringeres als Ihre Gesundheit!

Nicht nur beim Arzt, auch in der Apotheke ist der direkte Kontakt wichtig. Die Person, die Ihr Rezept entgegen nimmt, ist nochmal eine zusätzliche Rückversicherung, dass mit Ihren Medikamenten alles passt: Die richtige Dosierung, die Teilbarkeit der Tabletten, wenn nötig, die richtige Einnahme oder die Beratung zur Anwendung des Asthmasprays oder als kostenloser Service die kleine Reparatur vom Insulinpen am Samstag Mittag (Die gehen IMMER am Wochenende kaputt!).

Manchmal schleicht sich auch in der Arztpraxis ein Fehler ein – andere Tabletten, andere Stärke oder Tropfen statt Spray. Das fällt aber nur im direkten Gespräch in der Apotheke auf.

2. Apotheken steigern die Ausgaben der Krankenkassen

Ja, das wird gerne behauptet, ist aber leider bei genauer Betrachtung falsch. Wenn die Kassen sagen, die Ausgaben für Arzneimittel aus Apotheken machen ca. 16 % aller Kosten aus, dann müssen Sie wissen, dass dieses Geld eben nicht so in der Apotheke landet! Die Apotheke muss von diesem Geld nämlich Ihre Medikamente auch einkaufen und bezahlen – das wird nur irgendwie nirgends bedacht.

Und wenn mal alles so abzieht, dann sind die ca. 20.000 Apotheken mit 2,3 % Anteil aller Ausgaben deutlich günstiger als die Verwaltungskosten von 5 % , die die ca. 120 Krankenkassen sich selber gönnen und verursachen somit den kleinsten Teil der Kosten. Bei den Apotheken lässt sich also nicht soviel sparen, wie Politik und Kassen gerne rechnen.
Das hat bei den ganzen letzten „Jahrhundert-Reformen“ auch nicht geklappt.

Und mal ganz ehrlich: für umsonst geht es nun mal nicht!

3. Es gibt viel zu viele Apotheken in meiner Stadt!

Was ist daran schlimm? Auswahl zu haben, ist doch ein Vorteil für Sie als Kunden! Oder ärgern Sie sich, wenn es am Wochenmarkt mehrere Obst- und Gemüsehändler gibt? Oder gibt es etwa zu viele Bäcker, nur wenn in einer Straße neben dem Supermarkt noch zwei weitere Händler existieren?

Bekommen Sie etwa mehr Medikamente verordnet, weil es viele Apotheken gibt? Sicher nicht – die Zahl der Apotheken hat also nichts mit den Ausgaben der Krankenkassen zu tun. Schließlich verschreiben die Ärzte die Medikamente – und dadurch ist es völlig egal, ob es 2, 8 oder 13 Apotheken im Ort gibt.

Kaufen Sie in der Apotheke mehr ein oder lösen mehr Rezepte ein, nur weil es mehrere gibt?
Auch nicht, oder? Sie aber haben als Kunde den Vorteil der Auswahl! Das ist Wettbewerb!

4. Apotheken am Ort haben Apothekenpreise!

Bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten sind die Preise gesetzlich festgelegt und gelten somit in Aurich, Berlin, Passau und ebenso für die Versandapotheken im Ausland, so dass sich alle daran halten müssen. Bei Medikamenten, die Sie ohne Rezept kaufen können, dürfen die Apotheken die Preise frei gestalten.

Wobei trotz allem auch Apotheken zum Einzelhandel zählen und von den Einnahmen leben müssen – nicht nur Chefin oder Chef, sondern auch die Angestellten, die schließlich sehr gut ausgebildet sind, damit Sie gut beraten werden können! Löhne, Mieten, Strom, benötigte Computer und die Software und anderes mehr – all das muss erwirtschaftet und bezahlt werden!

Und ganz ehrlich: macht es wirklich Sinn, mehr Schmerzmittel und Nasenspray zu kaufen und dann auch zu benutzen(!), nur weil es gerade ein Angebot gibt? Mit Sicherheit nicht, denn Arzneimittel sind wirksame Medikamente, keine Bonbons! Wer nimmt schon mehr Medizin ein, nur „weil es ein Schnäppchen ist“? Sie kaufen doch auch nicht mehr Aufschnitt, als Sie essen können, oder?

Gerade in der „Selbstbehandlung“ kann es auch zu Nebenwirkungen kommen oder sein, dass Sie ein Präparat gar nicht nehmen sollten, weil es eine Kontraindikation dafür gibt oder dass manche Mineralstoffpräparate nicht zu Ihrem Antibiotikum passen oder dass für Sie die Johanniskrautdragees eben nicht geeignet sind, weil sie sich nicht mit Ihrem Blutdruckmittel vertragen – in Ihrer Apotheke werden Sie hierzu beraten, von Angesicht zu Angesicht, ohne Warteschleife am Telefon.

Und das können die Apotheken an Ihrem Wohnort einfach besser als zum Beispiel die Internetapotheken, denen viele Informationen über Ihr derzeitiges Wohlergehen fehlen.

Deshalb sind wir gerne für Sie da und ich bin auch davon überzeugt, dass ohne ApothekeR wirklich etwas sehr Wichtiges fehlen würde – nämlich unabhängige Beratung und Sicherheit für Ihre Gesundheit! An jedem Tag im Jahr!

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