„Ich soll Ihnen ein großes Lob bestellen!“

Der Mann sah wirklich schlecht aus. Ganz fahl im Gesicht und stark hustend kam er zur Tür herein. „Ich habe – hust, hust – die Grippe. Was haben Sie da für mich?“ Nachdem wir geklärt haben, dass er sich schon seit ein paar Tagen quält, es ihm schon lange nicht mehr so schlecht gegangen ist, er langsam gelblichen Schleim in der Nase hat und sich nachts halb tot hustet, empfehle ich ihm dringendst den Gang zum Arzt. Er wirkt wenig begeistert, fügt sich aber in sein Schicksal. „Na wenn Sie meinen, dass Sie nichts für mich haben…“

Zumindest nichts so richtig stark Wirksames.

Nachmittags kommt er fast freudestrahlend wieder in die Apotheke. „Ich soll Ihnen ein großes Lob von der Ärztin bestellen, dass Sie mich zu ihr geschickt und mir nicht irgendwas verkauft haben!“ Na, das geht doch runter wie Öl! Und siehe da, er ist mit allem „ausgestattet“, was der Rezeptblock bei dem derzeit grassierenden fiesen grippalen Infekt so hergibt: Den Schleimlöser für tagsüber, das Antibiotikum gegen den gelben Schleim, kombiniert mit dem pflanzlichen Schleimlöser und den starken Hustenblocker für die Nachtruhe. Das macht Sinn!

Ich erkläre ihm noch mal die Anwendung und ganz begeistert gibt er sogar noch gut einen Euro Trinkgeld. „Hier, für Ihre Kaffeekasse! Das haben Sie echt gut gemacht!“ Ja, so ist er, unser Job! 🙂

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