DSDS – Deutschland sucht das Super-Privatrezept

Georg Philipski / pixelio.de
Georg Philipski / pixelio.de

Ein Arzt hat mir mal gesagt, dass ein Privatpatient sozusagen drei Kassenpatienten mit „durchzieht“. Und auch für Apotheken waren ja Privatrezepte durchaus mal attraktiv. Aber das soll hier nicht das Thema sein, sondern das Privatrezept bzw. die nahezu unendliche Zahl an Rezept-Formular-Variationen. Ich habe nämlich manchmal das Gefühl, mich in einer Runde von DSDS zu befinden: Welcher Arzt hat denn nun das schönste/ausgefallenste/ bunteste ….Rezept-Formular?

Bei dem, was in der Apotheke so vorgelegt wird, kann man die ganze Bandbreite an grafischen Ideen bewundern: Es gibt nahezu alle Farben des Regenbogens von blau über pink zu petrol, dazu Wasserzeichen, allerlei Logos, Hintergrund der von rot oben nach pink unten verläuft, jede Menge schicke Schriftarten, Hoch- oder Querformat, Adresse oben rechts oder unten links……

Alle diese Ausgeburten der Ästhetik dann mit einem (lesbaren) Druck von Pharmazentralnummern und Preisen zu versehen, ist oft ein echtes Kunststück! Meistens entscheiden wir uns dann für den Druck auf der Rückseite und sind ganz schön beschäftigt, alles auch noch ordentlich zu kopieren (1x, 2x…?). Gab es denn nicht eigentlich mal Bestrebungen, das mit dem blauen Rezept zu vereinheitlichen? Manchmal habe ich den Eindruck, dass das eher Wunsch als Wirklichkeit ist. Und wenn ich dann meine Zeit für die Bemühungen in Geld umrechnen würde….. Oder Freizeit?

1651 Besucher gesamt 1 Besucher heute
Download PDF