Starbucks, Apple, McDonalds und die Apothekenketten

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Bild: Dank an Pharmama / www.pharmama.ch

Liebe Politiker,

die ersten Drei sind „Heuschrecken“, klar.
Aber die  Apothekenketten sind toll, oder?
Bei den ersten drei Namen denkt Ihr vermutlich an Steuervermeidungsmodelle erster Güte, beim Begriff „Apothekenketten“ wird’s Euch aber heimlich immer ganz warm ums Herz – nur offiziell aussprechen und zugeben dürft Ihr das nicht, das erledigen für Euch die Krankenkassen oder die Medien. Weiterlesen

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Ohne ApothekeR fehlt mir was? – Die „schönsten“ Vorurteile

redsheep / pixelio.de
redsheep / pixelio.de

Ohne ApothekeR fehlt mir was?

Was denn? Wieso denn? Ich bestelle im Internet, da ist alles billiger!

Ooch…. Da gibt es so Einiges, was die Apotheken vor Ort tun. Und immer geht es dabei um Ihre Gesundheit! Und weil wir seit Jahrzehnten so leise und unaufgeregt, aber mit Herzblut und Fachwissen für Sie arbeiten, scheint das selbstverständlich und manches Vorurteil macht sich breit.

1. Schachteln raussuchen kann auch ein Automat, eine Abgabestelle oder das geht per Internet – aber sicher viel billiger!

Nein – denn hier geht es „ums Eingemachte“, nämlich um nichts Geringeres als Ihre Gesundheit! Weiterlesen

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Bitte was Billiges! – Was Ginkgo-Blätter und Rotwein gemeinsam haben

Jürgen Hauschke / pixelio.de
Jürgen Hauschke / pixelio.de

Na, wie halten Sie es mit Ihrer Essensbegleitung? Soll es da lieber ein kleiner Italiener, ein großer Franzose oder doch eher der bodenständige und robuste Deutsche sein? Nein, keine falsche Panik (oder Vorfreude…), das wird kein Artikel über Escort-Services, sondern über Rotwein! Vordergründig jedenfalls, denn eigentlich geht es um Apotheke und Arzneimittel. Aus Ginkgo-Blättern. Was das mit Rotwein zu tun hat, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen, denn den meisten Menschen ist Rotwein doch näher, und wahrscheinlich auch lieber, als Ginkgo.

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Volles Risiko statt beschränkter Haftung! – Über den Kaufmann im Apotheker

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Reiner Sturm / pixelio.de

„e.K.“ Dieses Kürzel im Firmennamen steht nicht für „evangelische Kirche“, sondern für „eingetragener Kaufmann“. Oder Kauffrau. Und damit sind in Deutschland nicht nur jede Menge Vorurteile, sondern vor allem Rechte und Pflichten verbunden. Auch für Apotheker, denn die sind als Inhaber einer eigenen Apotheke im Gegensatz zu den Ärzten nicht nur Heilberufler, sondern auch Kaufleute. Jedenfalls auf dem Papier, das sich Handelsregister nennt, denn die Kaufmannseigenschaften sind in den letzten Jahren gerade bei den Apothekern immer mehr auf reine Pflichten wie die Bilanzierungspflicht, die Zwangsmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer und die vollumfängliche Haftung des Apothekenleiters für alle Schulden und Risiken aus dem Apothekenbetrieb reduziert worden. Weiterlesen

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Der Weg des Geldes – ähhh Rezepts

Vorab bitte ich schon jetzt um Verzeihung für die vielen Querverweise, die dieser Artikel enthält. Allerdings ist es eben so, dass die Abrechnungsmodalitäten in der Apotheke extrem komplex sind, was eine massive Querverlinkung notwendig macht.

Wie kommen wir Apotheker an unser Geld? Nun – da gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die einfache Möglichkeit ist, dass der Patient mit einem Privatrezept in der Apotheke erscheint. Dann bezahlt er den Preis des Medikaments und der Vorgang ist für die Apotheke abgeschlossen.
  • Komplexer ist es bei Rezepten, die mit einer gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden.
    Muster 16 Rezeptformular
    Dann passiert – ganz unbemerkt von Ihnen als Patient – Folgendes:

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Wie viel Geld verdient eine Apotheke bei der Abgabe eines verschreibungspflichtigen Medikaments?

Ich hatte mal einen Kunden, der als Privatpatient ein Medikament gebraucht hat, das etwas über 600 Euro kostete. Dieses Mittel gab es in zwei Stärken, beide hatten den gleichen Preis. Dummerweise war die benötigte Stärke nicht lieferbar und der Hersteller empfahl, dass er doch 3 Packungen der niedrigen Stärke einnehmen sollte. Da man als Privatpatient seine Medikamente zunächst selbst bezahlen muss, war der Kunde natürlich mit 3x 600 Euro nicht einverstanden. Aber er hat sich interessiert, was ich denn an dem Medikament verdiene. Das ist kein Geheimnis, denn es ist bei verschreibungspflichtigen Medikamenten gesetzlich geregelt. Weiterlesen

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Was heißt hier Durchschnitt?

Ok, ich kann Sie nur warnen: Gleich wird der Alltag mal wieder so kompliziert, dass ihn auch viele Politiker nicht verstehen! Ob das jetzt was Besonderes ist, müssen Sie selber beurteilen, aber ich will mal versuchen, die Frage „Was verdient denn so ein Durchschnitts-Apothekenleiter?“ zu beantworten.

Bevor Sie weiterlesen, können Sie ja mal schätzen. Also: Glauben Sie, dass es …

a) ca. 200 000 Euro sind? (Diesen Eindruck haben einige Ärzte oder Zuschauer einschlägiger Fernseh-Doku-Formate der Variante „Undercover“)

b) ca. 125 000 Euro sind? (Diesen Eindruck hat beispielsweise die SPD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg. Und sicher viele andere Menschen, die „offizielle“ Zahlen einfach so lesen, auch.)

c) etwa so viel Verdienst wie bei einem angestellten Apotheker ist? (Wie eher pessimistisch veranlagte Gemüter denken.)

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Apothekensterben

Klar, der Begriff klingt ziemlich dramatisch, vor allem, wenn man in einer Gegend wohnt, wo man gefühlt an jeder Ecke eine Apotheke findet. Aber dennoch schließen seit 2008 Jahr für Jahr mehr Apotheken, also anderswo wieder eröffnet werden. Die meisten von ihnen „sterben“ leise. Die Gründe dafür sind sehr vielfältig. Von Überschuldung, mangelnder Frequenz, fehlendem Nachfolger, zu hohen bürokratischen Auflagen (Barrierefreiheit auch bei alten Gebäuden) und unsicheren Rahmenbedingungen mit seit Jahren ausbleibender Honoraranpassung bis hin zu massiv zunehmender Gängelei und Bevormundung durch immer neue, zutiefst formalistische Auflagen, von denen wir viele auch hier auf der Homepage sammeln und anprangern.

Und so haben auch im letzten Jahr (2015) nach offiziellen Zahlen der Standesvertetung ABDA 364 Apotheken ihre Türen für immer geschlossen. Vielleicht kennen auch Sie eine Apotheke in Ihrer Nähe, die dazu gehört hat? Schreiben Sie uns.

Bericht z.B. in der SHZ: Hier geht`s zum Beitrag.

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Herzlich Willkommen!

MrPille2„Ohne ApothekeR fehlt Dir was“ ist am 29.2.16 an den Start gegangen und ist somit ein neuer Blog von Apothekern, aber nicht nur für Apotheker, sondern für Jedermann und -frau, also für die Öffentlichkeit, Politiker und alle sonstigen Entscheider. Wir sammeln hier, was uns gut und wichtig an unserem tollen Heilberuf erscheint und was uns so richtig nervt!

Denn unser Berufsalltag hat inzwischen jede Menge Licht und Schatten zu bieten, von denen die meisten Leute gar nichts wissen! Das soll sich ändern und darum wollen wir darüber informieren und aufklären, was uns motiviert und Spaß macht und was uns nervt und oft genug an den Rand der Weißglut oder Verzweiflung bringt. Denn es muss sich gewaltig etwas tun, damit wir da bleiben, wo wir gebraucht werden!

Darum, liebe Kollegen: Machen Sie mit, schreiben Sie mit! Es geht ganz einfach! Wie? Weiterlesen

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