Prä-QUAL-ifizierung

Eigentlich ist die Idee, alle zugelassenen Leistungserbringer für bestimmte Hilfsmittel in einer zentralen Stelle zu sammeln, ja nicht verkehrt. In einem Land, wo noch nicht einmal die Straftäter zentral erfasst werden, ja bereits geradezu revolutionär! Aber wie so oft, schießen wir Deutschen (nein, nicht nur die Preussen!) ordentlich über das Ziel hinaus, denn Präqualifizierung heißt an vielen Stellen unnötige, überbordende doppelte Bürokratie und entsprechenden Aufwand (Zeit und Geld) bei den Leistungserbringern. Weiterlesen

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Unsinn Rabattverträge

Was mich wirklich jeden Tag bei der Arbeit maßlos ärgert, sind Rabattverträge.

Seit 2007  bestimmt nicht mehr der Arzt und auch nicht der Apotheker welches Präparat für den Patienten das richtige wäre.

Nein es bestimmt die Krankenkasse.

Es kann nicht sein, dass unter dem allgemeinen Sparzwang der Krankenkassen die von Fachgremien viel zitierte Arzneimitteltherapiesicherheit (kurz AMTS) und damit letztlich der Patient leidet.

Wieso ist das so? Weiterlesen

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HiMi-Bürokratie, die ins Auge geht.

Die junge Mutter steht mit einer Hilfsmittelverordnung vor mir in der Apotheke. Ihre Tochter schielt und soll dagegen eine Packung Okklusionspflaster bekommen, mit denen das Auge blickdicht abgedeckt wird, um den Augenmuskel zu entspannen. Eigentlich kein Problem, denn der Arzt hat Größe und Anzahl der Pflaster genau aufgeschrieben. Auch bei der Auswahl der diversen angebotenen „Verzierungen“ und Muster kenne ich mich aus: Auf keinen Fall nur „Prinzessin Lillifee“ nehmen, könnte ich der jungen Mutter raten, die wird irgendwann doch zu rosa. Vielleicht lieber „Elsa und Co“ oder doch etwas mehr „Monster High“ für die rebellische Phase?

Aber all das kommt gar nicht zum Tragen, denn stattdessen denke ich: „Oh Gott, ein Hilfsmittel! Das darf ich doch gar nicht beliefern? Ich bin doch nur Apothekerin!“ Wie? „Nur“ Apothekerin? Weiterlesen

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Nicht lieferbar: Pankreatin-Präparate

Inzwischen ist es leider schon „normal“, dass wir bei uns in Deutschland, der einstigen „Apotheke der Welt“ keine Pankreatin-Präparate mit 40.000 IE in gewünschter Qualität bekommen. Seit Wochen, wahrscheinlich Monaten komplett ausverkauft von allen Firmen, in allen Packungsgrößen. Die aufwändige Mängel- und Mangelverwaltung bei entsprechenden Rezepten gehört nun zu unserem Alltag, wobei es immer wieder Patienten und vor allem Arztpraxen gibt, die noch nie davon gehört haben. Wir stehen als Apotheker dann immer besonders dumm da, was nicht wirklich Spaß macht. Weiterlesen

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Nicht lieferbare Arzneimittel (Teil 2)

Gerade eben wieder so ein Fall: ein Medikament, das wir üblicherweise für einen Kunden vorrätig halten ist nicht über den Großhandel zu bekommen. Also Anruf beim Hersteller. Dort erhalte ich die Auskunft, dass ausreichend Ware vorhanden sei, unser Großhandel aber derzeit nicht beliefert wird. Meine Frage, ob es schon wieder Skontostreitigkeiten gibt, wird prompt bejaht und ich werde darauf hingewiesen, dass ich die Medikamente ja direkt bestellen könnte. Allerdings muss ich dann erst mal einen Auftrag in Höhe von 50 Euro zusammen bekommen, unter dieser Grenze wird nicht ausgeliefert. Nun kostet das Medikament, das wir für unseren Kunden brauchen gerade mal 4,25 Euro, da wird das mit den 50 Euro wohl nichts werden. In diesem Fall kann ich das Problem schnell lösen, weil wir durch den Boykott des Herstellers einige Medikamente derzeit nicht da haben. Glück gehabt. Weiterlesen

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Nicht lieferbare Arzneimittel

Ich hasse es: ein Stammkunde kommt vor knapp drei Wochen in die Apotheke und möchte sein Blutdruckmittel, das wir üblicherweise für ihn vorrätig halten. Der PC zeigt mir aber, dass wir den Artikel derzeit nicht da haben, eine kurze Online-Überprüfung beim Großhandel zeigt, dass das Medikament zur Zeit nicht lieferbar ist. Das Rezept wurde so ausgestellt, dass wir nur die eine Firma abgeben dürfen, die der Arzt verordnet hat, also zunächst Anruf beim Hersteller. Der meint, dass das Medikament Ende Februar wieder lieferbar sei. Unser Patient hat glücklicherweise noch für ca. 3 Wochen seine Tabletten, also vertrösten wir ihn und sagen im, dass er Ende Februar nochmal vorbeikommen soll. Weiterlesen

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Doppelverordnungen vermeiden?

Doppelverordnungen vermeiden?

Doppelverordnungen Klein

Da lassen sich 529 Kollegen zum AMTS ausbilden, was sicherlich viel Geld und auch Zeit gekostet hat und dann dürfen davon 200 an der Studie teilnehmen. Schon etwas seltsam. Ich war immer der Meinung, dass eine Studienaussage immer besser wird, je größer das teilnehmende Kollektiv. Aber womöglich habe ich da in der Statistikvorlesung nicht aufgepasst. Weiterlesen

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Ernährungslösung

PKU ist eine üble Stoffwechselkrankheit, die eine besondere Ernährung oder eine spezielle Ernährungslösung verlangt, da sie ansonsten zu letztendlich sogar tödlichen Mangelzuständen führen kann.

Der Arzt hat einer jungen Frau daher eine 3-Monats-Ration Spezialnahrung verordnet. So schnell wie möglich bestellen wir sie direkt beim Hersteller, damit die junge Frau versorgt ist. Kosten: Über 3000 €. Ende gut, alles gut? Mitnichten!

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