Bitte was Billiges! – Was Ginkgo-Blätter und Rotwein gemeinsam haben

Jürgen Hauschke / pixelio.de
Jürgen Hauschke / pixelio.de

Na, wie halten Sie es mit Ihrer Essensbegleitung? Soll es da lieber ein kleiner Italiener, ein großer Franzose oder doch eher der bodenständige und robuste Deutsche sein? Nein, keine falsche Panik (oder Vorfreude…), das wird kein Artikel über Escort-Services, sondern über Rotwein! Vordergründig jedenfalls, denn eigentlich geht es um Apotheke und Arzneimittel. Aus Ginkgo-Blättern. Was das mit Rotwein zu tun hat, erfahren Sie, wenn Sie weiterlesen, denn den meisten Menschen ist Rotwein doch näher, und wahrscheinlich auch lieber, als Ginkgo.

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Die Bedienung der wartenden Patienten verschiebt sich um 30-45 Minuten! – Die neue Substitutionsausschlussliste

gänseblümchen / pixelio.de
gänseblümchen / pixelio.de

Sind Sie ein „Marcumar-Patient“ oder bekommen Sie ein stark wirksames Schmerzmittel mit Oxycodon?

Herzlichen Glückwunsch, Ihr Wirkstoff hat es auf die Erweiterung der sogenannten „Substitutionsausschlussliste“ geschafft! Keine Bange, damit sind Sie nicht alleine – es sind insgesamt 8 Wirkstoffe betroffen .

Was demnächst in der Apotheke passieren kann, erkläre ich Ihnen „kurz“ – setzen Sie sich bequem hin, machen Sie sich noch einen Kaffee – und dann geht’s los. Weiterlesen

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Volles Risiko statt beschränkter Haftung! – Über den Kaufmann im Apotheker

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Reiner Sturm / pixelio.de

„e.K.“ Dieses Kürzel im Firmennamen steht nicht für „evangelische Kirche“, sondern für „eingetragener Kaufmann“. Oder Kauffrau. Und damit sind in Deutschland nicht nur jede Menge Vorurteile, sondern vor allem Rechte und Pflichten verbunden. Auch für Apotheker, denn die sind als Inhaber einer eigenen Apotheke im Gegensatz zu den Ärzten nicht nur Heilberufler, sondern auch Kaufleute. Jedenfalls auf dem Papier, das sich Handelsregister nennt, denn die Kaufmannseigenschaften sind in den letzten Jahren gerade bei den Apothekern immer mehr auf reine Pflichten wie die Bilanzierungspflicht, die Zwangsmitgliedschaft in der Industrie- und Handelskammer und die vollumfängliche Haftung des Apothekenleiters für alle Schulden und Risiken aus dem Apothekenbetrieb reduziert worden. Weiterlesen

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Der Weg des Geldes – ähhh Rezepts

Vorab bitte ich schon jetzt um Verzeihung für die vielen Querverweise, die dieser Artikel enthält. Allerdings ist es eben so, dass die Abrechnungsmodalitäten in der Apotheke extrem komplex sind, was eine massive Querverlinkung notwendig macht.

Wie kommen wir Apotheker an unser Geld? Nun – da gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Die einfache Möglichkeit ist, dass der Patient mit einem Privatrezept in der Apotheke erscheint. Dann bezahlt er den Preis des Medikaments und der Vorgang ist für die Apotheke abgeschlossen.
  • Komplexer ist es bei Rezepten, die mit einer gesetzlichen Krankenversicherung abgerechnet werden.
    Muster 16 Rezeptformular
    Dann passiert – ganz unbemerkt von Ihnen als Patient – Folgendes:

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Wie viel Geld verdient eine Apotheke bei der Abgabe eines verschreibungspflichtigen Medikaments?

Ich hatte mal einen Kunden, der als Privatpatient ein Medikament gebraucht hat, das etwas über 600 Euro kostete. Dieses Mittel gab es in zwei Stärken, beide hatten den gleichen Preis. Dummerweise war die benötigte Stärke nicht lieferbar und der Hersteller empfahl, dass er doch 3 Packungen der niedrigen Stärke einnehmen sollte. Da man als Privatpatient seine Medikamente zunächst selbst bezahlen muss, war der Kunde natürlich mit 3x 600 Euro nicht einverstanden. Aber er hat sich interessiert, was ich denn an dem Medikament verdiene. Das ist kein Geheimnis, denn es ist bei verschreibungspflichtigen Medikamenten gesetzlich geregelt. Weiterlesen

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Gut gebrüllt, Löwe! – Wenn aus Resonanz Recherche wird

Marion / pixelio.de
Marion / pixelio.de

Für Ihre launige Glosse über ihre Erfahrungen in mehreren Berliner Apotheken bekam die Journalistin Karin Stemmler von der Berliner Zeitung jede Menge Resonanz. Viel Verständnis von Apothekenkunden und ziemlich aufgeregte Kommentare vor allem von jeder Menge Apotheker-Kollegen, die sich zu unrecht an den Pranger gestellt fühlten.

Ein ideales Klima also für einen „richtigen“ Artikel über die Hintergründe dessen, was die sonst so sanften Apotheker aus der Haut fahren ließ! Und so ist der Artikel „Ich verstehe, wenn Patienten sauer sind!“ in der Berliner Zeitung vom 12.04.16 das Ergebnis eines mehrstündigen Besuchs in einer Apotheke, bei dem mit Frau Stemmler eine Journalistin, der ihr Beruf am Herzen liegt, auf eine Apothekerin traf, die ihren Beruf mindestens ebenso liebt. Aber lesen Sie hier den Artikel in der Berliner Zeitung selbst!

BLZ_15-12

http://www.berliner-zeitung.de/berlin/apothekerin-kemmritz-versteht–wenn-patienten-sauer-sind-23870370

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Theodor Fontane und die Barrierefreiheit

Von Paulae modified by xavax - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7599029
Von Paulae modified by xavax – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=7599029

 

Es ist Urlaubszeit und ich fahre mit meiner Familie durch die erblühende brandenburgische Landschaft. Niedliche kleine Dörfer mit wunderschönen alten Häusern zeigen sich in der Frühlingssonne von ihrer schönsten, renovierten Seite. Alle Häuser haben kleine Stufen vor den im Hochparterre gelegenen, gut geschützten Eingängen. Vor einigen stehen Bänke, auf denen ältere Menschen in der Sonne träumen. Vor anderen spielen Kinder oder sitzen Mütter mit Kinderwagen. Die Zeit steht still und fast spürt man den Geist Theodor Fontanes bei seinen Reisen durch die Mark.

In den größeren Ortschaften steht sogar noch die Kirche im Dorf. Und oft genug auch noch die Apotheke. Aber nicht mehr lange, denn wunderschön sehen sie zwar aus, diese Land-Apotheken, historisch und stattlich in bestens restaurierten Häusern. Geschmückt sind sie, mit schmiedeeisernen Firmenschildern, die Erfahrung und Tradition ausdrücken! Jahrhundertelange Tradition. Aber egal, damit ist bald Schluss, denn diese Apotheken haben – wie so viele Häuser nicht nur in der Mark Brandenburg, sondern auch in Großstädten – hohe Stufen vor den Eingängen im Hochparterre! Weiterlesen

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Apotheken-Monopoly? – Die Spielregeln

EreigniskarteWahrscheinlich gibt es kaum jemanden, der noch nie das gute alte Glücks- und Gesellschaftsspiel „Monopoly“ gespielt hat, das es inzwischen in gefühlt 1000 Versionen gibt: Mickey Mouse, Spongebob, Big Bang Theory oder Breaking Bad. Alles schon da. Selbst Städte-Versionen wie „Gladbach“ oder „Zwickau“ sind im Handel… Zwickau??? Na gut, aber was wirklich noch fehlt, ist ein Berufe-Monopoly! Wie wäre es denn mit einer Apotheken-Version, frei nach echten Begebenheiten?

Werfen wir doch schon mal einen Blick in mögliche Spielregeln: Weiterlesen

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Scheiß drauf! – Windelpauschalen

Windelersatz der Knappschaft
Windelersatz der Knappschaft mit Happy End?

Sorry, der Artikel ist nichts für zartbesaitete Gemüter, aber das liegt nicht an mir, sondern an den Windelpauschalen! Das ist der Preis, zu dem eine kranke Kasse, schon wieder sorry: Krankenkasse, die Leistungserbringer zwingt, eine Leistung zu erbringen. Dabei wird frei nach dem Motto „Ex oder hopp!“ verhandelt, d.h. wer nicht bereit ist, eine Leistung zu Dumping-Preisen zu erbringen, fliegt raus. Oder muss krumme Sachen machen oder vertragswidrige Qualität liefern. Und das will ja keiner.

Auch der Patientenbeauftragte der Bundesregierung nicht, weshalb er jetzt nicht die Krankenkassen zwingt, solche Ausschreibungen zu beenden, sondern die Qualitätskriterien erhöht. Logik ist etwas anderes …

Bevor Sie weiterlesen, dürfen Sie bei unserer kleinen Schätzung mitmachen:

Was ist eine Krankenkasse bereit, für die Versorgung Erwachsener, die pro Tag drei Windeln benötigen (3 x 30=90 Stück) zu zahlen, wenn diese auch noch nach Hause geliefert werden? Sind es:

  • a) 45 €
  • b) 90 €
  • c) 150 € oder
  • d) weniger als 20 €?

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Phantomgeld ….

Stellen Sie sich vor, Sie haben ein Konto mit mehreren tausend Euro Guthaben und kommen NIE im Leben dran – Ihre Erben, Ehepartner, Kinder oder Nachfolger übrigens auch nicht!

Oder Sie bekommen eine Steuer-Rückzahlung und können das Geld nicht mit der nächsten Steuernachzahlung verrechnen lassen, weil das „eine andere Rechnungsstelle ist“.

Was erzählt sie denn jetzt wieder? Was hat das mit Apotheken zu tun? Weiterlesen

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RE-Importe – kleine Bastelarbeiten aus Island, Griechenland, Rumänien!

Gabriela Aures
Gabriela Aures

Wer hat nicht schon mal ein Kassenrezept mit dem Vermerk „Import“ oder „Reimport“ oder „Kohlpharma“ in der Apotheke vorgelegt und damit die ganze Palette der menschlichen Mimik beim Apothekenpersonal erleben dürfen ?

Gepaart mit so absonderlichen Wortfetzen wie „Preisanker, Rückruf, nicht lieferbar, Fälschung……..oh Mist“, gefolgt von :

 

  • Überraschung
  • verwirrtem Blick
  • Ratlosigkeit
  • Verzweiflung

Was ist passiert ? Weiterlesen

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Frühlingsgefühle ?

Ich wollte was Launiges, was zum Schmunzeln schreiben – schließlich drängt der Frühling mit Macht ins Land,  die Uhren laufen auf Sommerzeit (ICH liebe sie) und für Nicht-Allergiker beginnt die schönste Zeit des Jahres.

Es kam mal wieder anders…..

Eine Kollegin verwies in facebook auf einen Artikel in der Berliner Zeitung vom 24. März, in welchem sich die Autorin Frau Stemmler über die Apotheken aufregt: Zuviel Nebensortiment, zuwenige Medikamente auf Lager, immer, immer, immer, müßte bestellt werden, nichts wäre jemals da ….

Da war es wieder – das Unverständnis in weiten Teilen der Bevölkerung, was in den Apotheken im Hintergrund an „Bürokratie“ so alles anfällt, warum oft Medikamente bestellt werden müssen
(In manchen Fällen hat ein und die selbe Krankenkasse für eine kleine Schachtel und eine große Schachtel des gleichen Medikamentes ZWEI verschiedene Hersteller als Rabatt-Vertrags-Partner!),  warum wir soviel Zeit mit dem Blick in den Computer statt in die Augen des Kunden/Patienten verbringen müssen.

Aber: Halten wir uns ohne Begründung nicht an die von den Krankenkassen geschlossenen Rabattverträge, bekommen die Apotheken das Medikament schlichtweg überhaupt nicht bezahlt…. und bei ca. 134 Krankenkassen kommen einige Verträge zusammen, die es zu beachten gibt!  Im April gibt’s übrigens wieder neue Verträge – wir können uns ALLE schon mal einfürchten! Weiterlesen

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Lieferengpässe Teil 3: Bestellungen über einen Fremdanbieter

Letzte Woche bei uns in der Apotheke: Telefonische Anfrage des Kunden, ob wir Lantarel Fertigspritzen vorrätig haben. Hatten wir nicht, der Großhandel meldet auch, dass es nicht zu bekommen ist. Es gibt zwar Alternativen und auch der Rabattvertrag der Krankenkasse hätte uns Spielraum gegeben (immerhin drei(!) mögliche Medikamente, das hilft bei Lieferengpässen meist), allerdings teilte uns der Patient mit, dass es nur „das Original“ Lantarel sein dürfte, alles andere würde nicht vertragen werden. Weiterlesen

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Nachbarschaftshilfe?

Wir schreiben das Jahr 2016. Es sind Osterferien: Die Bundeshauptstadt mutiert zur medizinischen Diaspora, da annähernd alle Ärzte der Nahversorgung entweder im Urlaub oder zur quartalsendlichen Fortbildung sind. Patienten und Apotheker sind auf sich selbst gestellt…

Die gut achtzigjährige Dame, die an so einem Tag die Apotheke meines Mannes betritt, hatte bereits mehr als genug Pech: Bei einem typischen Kleindelikt (Überfall mit Handtaschenraub im Fahrstuhl) wurde sie so an der Schulter verletzt, dass diese operiert werden musste. Zur Verhinderung einer Thrombose muss sie sich nun täglich Heparin spritzen. Oder besser: spritzen lassen, denn einhändig ist sie nicht in der Lage, das zuverlässig selbst zu erledigen.

Sie geht daher regelmäßig zu ihrem Hausarzt, der nun allerdings auch in den Osterferien ist. Eine Vertretung gibt es nicht, die Erste-Hilfe-Stellen der Krankenhäuser sind für so etwas eigentlich nicht zuständig, der kassenärztliche Notdienst auch nicht und eine Hauskrankenpflege ist so schnell auch noch nicht organisiert. Also nach dem Überfall nun auch noch Thrombose? Weiterlesen

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DocMorris: Strafe verjährt

DocMorris: Strafe verjährt

Was mich wahnsinnig aufregt:
Die allseits bekannte und bei sparwilligen Kunden vielfach beliebten niederländischen Versandapotheken DocMorris und Europa Apotheek Venlo haben lange Zeit gegen die für deutsche Apotheken geltenden Gesetze und Vorgaben verstoßen.

Nicht nur, dass diese und andere aus dem Ausland versendende Apotheken den hiesigen Apotheken den Markt streitig machen. Nein, sie halten sich dabei auch nicht an die Auflagen, deren Nichtbeachtung bei deutschen Apotheken sofort geahndet werden.

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Re-Präqulifizierung

Nach der Vorhölle kommt ja die eigentliche Hölle. So glauben es zumindest die Katholiken.

Bei Apothekers kommt nach der Präqualifizierung, die Kerstin Kemmritz schon beschrieben hat, nach fünf Jahren die Re-Präqualifizierung.

Und jetzt glauben Sie bitte nicht, dass man einfach sagen kann: „Hallo, ich bin vor fünf Jahren präqualifiziert worden, es hat sich nichts geändert, ich möchte bitte alle Bereiche weiter versorgen“. Nein, so geht das nicht. Denn wir befinden uns in Deutschland und da muss alles seinen ordnungsgemäßen Gang gehen! Weiterlesen

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Palliativversorgung, Schmerzpumpen und die Krankenkassen

Als palliativversorgende Apotheke mit den Versorgungsformen „Hospiz, Allgemeine Ambulante Palliativversorgung und Spezielle Ambulante Palliativversorgung“ (SAPV) wundern wir uns im „Innenverhältnis“ zu unseren „Partnern“, den Krankenkassen, langsam über gar nichts mehr. Erst recht nicht nach Einführung der DRG`s 2013 auf den Palliativstationen der Krankenhäuser, denn …….

9 Tage (allerhöchstens 11) müssen reichen, um entweder gestorben zu sein oder stabilisiert zum Sterben in das häusliche Umfeld oder in ein Hospiz (Cave: Wartelisten!) entlassen zu werden!

Dies geschieht mit Regelmäßigkeit sehr häufig am Freitag, wenn das Pflegepersonal dank Wochenende sich zu halbieren droht.

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Lieferengpässe: Phenprogamma 3 mg 100 St

Phenprocoumon ist ein Wirkstoff, der die Blutgerinnung hemmt. Er ist also wichtig und muss regelmäßig eingenommen werden. Außerdem hat er eine enge therapeutische Breite, d.h. bereits geringe Abweichungen in der Wirkstoffmenge (wie sie von Hersteller zu Hersteller vorkommen können und dürfen) können die Blutgerinnung ungünstig beeinflussen. Man bleibt also als Betroffener wenn möglich besser bei der Firma, auf die man eingestellt ist.

Bei der Patientin, die vor mir steht, heißt das Präparat Phenprogamma, die Firma ist auch Rabattpartner ihrer Krankenkasse. Leider kann der Hersteller das Präparat seit Wochen nicht liefern, alle Vorräte sind (bundesweit) aufgebraucht.

Noch schlechter als ein Herstellerwechsel ist der Einnahmeverzicht, denn dadurch steigt die Blutgerinnungsgefahr an, die Patientin könnte an einem Blutgerinnsel sterben. Oder „nur“ als Notfall in die Klinik eingeliefert werden… Also ist die schnelle Versorgung mit einem wirkstoffgleichen Präparat eines lieferfähigen Herstellers das kleinere Übel und natürlich Ehrensache für mich als Apothekerin!

Leider sehen das die Paragraphenhengste unter den Krankenkassenfunktionären anders, denn danach darf ich nur gegen einen lieferfähigen Hersteller austauschen, wenn der zu den drei preiswertesten gehört. Oder der Arzt muss ein neues Rezept ausstellen. Leider sind die drei preisgünstigsten, aber immer noch gelisteten Hersteller nicht mehr im Handel. Der nächstgünstigste, lieferfähige Hersteller ist zu teuer. Ich darf die Patientin nicht einfach so versorgen, das Rezept muss vom Arzt geändert werden. (Wir reden übrigens von einem Differenz-Betrag von 0,36 €) Pech, dass der Arzt vor dem Wochenende keine Sprechstunde mehr hat. Wir müssten die Patientin also unversorgt lassen, wenn uns unser Beruf egal wäre.

Ist er aber nicht, also nehmen wir das finanzielle Risiko wieder auf uns, versorgen die Patientin mit dem passenden Produkt und gehen am Sonntag in die Kirche beten, dass die Krankenkasse die ordentliche Versorgung nicht zum Retaxgrund macht…

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Lieferengpässe: Venlafaxin 37,5 Retard neuraxpharm 100 Stück

Ein Problem kommt selten allein und auf der ersten Verordnung, die ich heute in der Hand halte, sind es gleich drei Probleme, die ich gerne lösen würde (und wollte), aber als Heilberuflerin nicht lösen darf. Oder riskiere, umsonst gearbeitet zu haben, was weder meine Stimmung noch den für den Erhalt der Arbeitsplätze notwendigen Rohertrag hebt.

Was ist los? Weiterlesen

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Auch manche Kinder sind „herzkrank“…


Vorgestern war mal wieder „Rezepturtag“! „Rezepturen“ sind Arzneimittel, die individuell  auf den Patienten zugeschnitten in der Apotheke hergestellt werden. Neulich wurde ich von einer Kundin ziemlich ruppig angeschimpft, warum so eine Rezeptur immer so lange dauern würde, denn Kuchen backen dauert auch nicht so lange ….

Natürlich war auch vorgestern eine Kollegin krank und die Arbeit stapelte sich und dann kam noch dieser Vater mit zwei Rezepten für sein Kind! Darauf standen vier Sorten Kapseln und ein Saft! Alles muss in der Apotheke hergestellt werden, da es die erforderlichen Medikamente nicht in einer kind-gerechten Dosierung fertig gibt! Jetzt denkt jeder: die Apotheker haben das ja gelernt, also muss das auch mal eben klappen! Aber so einfach ist das leider nicht! Weiterlesen

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